Allgemein

Nicht jeder ist gleich Piraten-Politiker

Die aktuelle Medienberichterstattung macht es erforderlich, dass ich ganz klar Stellung beziehe.

Merkwürdig finde ich es schon ein wenig, dass jemand der weder ein Mandat im Namen der Piraten hat, noch in irgendeiner Weise eine Funktion innerhalb unserer Partei bekleidet als „Piraten-Politiker“ bezeichnet wird.

Ich sitze allein im Stadtrat Düsseldorf und mit dieser Schlagzeile und der Veröffentlichung „irrer Piratenpolitiker“ auf der Titelseite wird auch die gute lokale Kommunalarbeit der PIRATEN diskreditiert.

Grundsätzlich bin ich der Auffassung, dass Parteien ihre Sympathisanten, Mitglieder, Engagierte oder sonst Menschen nicht kontrollieren. Insofern bleibt des dem Individuum selbst überlassen, was es sagt oder schreibt. Ich (Partei) trage/-n keine Verantwortung für das persönliche Handeln von Menschen.

Als Ratsherr der Piratenpartei mache ich mir weder die Äußerungen zu eigen noch kommentiere ich sie an dieser Stelle weiter. Es bleibt festzustellen: Die Bezeichnung einer Berufsgruppe als „Killer“ lehne ich  komplett ab und entschuldige mich bei den vielen Rheinbahnfahrern und Angestellten.

Ich möchte meine Anteilnahme mit den Hinterbliebenen des Unfallopfers für ihren tragischen Verlust ausdrücken. Unfälle mit Personenschaden oder Todesfolge sind auch für die Fahrer von Straßenbahnen und Lokführer der Bahn immer traumatische Erlebnisse. Es ist nicht die Zeit für voreilige Urteile über Schuldfragen, die Behörden werden hier sicher mit der gewohnten Sorgfalt alle notwendigen Schritte unternehmen, um diesen Unglücksfall aufzuklären.

Leider, vielleicht auch zum Glück, können wir Menschen nur vor den Kopf schauen und nicht hinein. So auch die Versammlung die ihn vor 2,5 Jahren zur Kommunalwahl 2014 auf Platz 3 aufgestellt hat. Wie hätte diese ahnen sollen, dass er sich über zwei Jahre später in dieser Form auszudrücken gedenkt? Ich kann mir gut vorstellen, dass er selbst dies vor zwei Jahren nicht wusste.

Unabhängig davon, dass er wie oben erwähnt kein Mandat errungen und das direkte persönliche Engagement in der Kommunalarbeit unseres Kreisverbandes Düsseldorf seit 2014 nicht stattgefunden hat.

Ich hoffe weiterhin auf gute und vertrauenswürdige Zusammenarbeit mit der Rheinbahn, bei den Themen die wir 2017 gemeinsam angehen wollten.

Express Bericht vom 08.01.2017
Express Titelseite vom 08.01.2017