Allgemein Ausschuß

Piraten bringen Schulbauleitlinien auf den Weg!

Schulgebäude sind ein guter Seismograph für den gesellschaftlichen Stellenwert von Bildung. An ihrer inneren Organisation lässt sich ablesen, ob es eine grundsätzliche Offenheit für notwendige pädagogische Entwicklungen und unterschiedliche Lernkulturen gibt; an ihrer Ausstattung und architektonischen Qualität zeigt sich die Bedeutung, die eine Gemeinschaft ihren Schulen zumisst.

Nach dem erfolgreichen Ratsantrag des Ratsherrn Frank Grenda vom 30.04.2015, der mit den Stimmen von SPD, Grünen und Die Linke angenommen wurde, wird am kommenden Dienstag, den 02. Juni 2015 die Verwaltung in der Sitzung des Schulausschusses über die aktuellen Standards im schulischen Hochbau in Düsseldorf einen ersten mündlichen Bericht abgeben.

Gemäß vergangener gültiger Ratsbeschlüsse stehen nicht nur größere Modernisierungen und Umbauarbeiten in der Schullandschaft Düsseldorfs an, auch ist man auf der Suche nach geeigneten Flächen für ein neues Berufskolleg, eine Gesamtschule sowie ein neues Gymnasium.

Die Piraten, die mit dem Bürgermitglied Patrick Schiffer im Schulausschuss vertreten sind, sind auf die Vorstellungen der Verwaltung gespannt: „Wir haben uns im Vorfeld bereits ein paar Gedanken über den weiteren Ablauf gemacht. So könnten im Sinne der Bürgerbeteiligung Themen- und Expertenrunden (Architektenkammer NRW, Hochschule Düsseldorf usw.) stattfinden, ein runder Tisch in Zusammenarbeit mit der Elternschaft und der Bezirksschülervertretung würde die Diskussion bereichern, damit letztlich viele Ideen in den Schulentwicklungsplan mit einfliessen.“, so Patrick Schiffer.

„Andere Städte in NRW (Köln 2010, Herford 2011) haben bereits städtische Schulbauleitlinien verabschiedet. In Düsseldorf stehen wir mit der Diskussion noch am Anfang. Diese soll aber die notwendigen Maßnahmen nicht lähmen, sondern sinnvoll unterstützen, damit in Düsseldorf leistungsfähige Schulbauten realisiert werden, die den veränderten Anforderungen an Schule gerecht werden, damit zeitgemäßes Lernen und Arbeiten ermöglicht wird.“, so der Ratsherr Frank Grenda.

Das Land NRW hatte bis zum Jahr 2010 die Standards vorgegeben. Aufgrund der unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten wurde dies aber damals ausgesetzt und auf die örtlichen Schulämter delegiert. Aktuelle Bestrebungen seitens der Landesregierung auf Veränderung stehen zur Zeit nicht an.